Jugendfußball-Konzept

Jugendfußball-Konzept

Inhalt
1 Vorwort
2. Organisation
2.1. Der Verein
2.2. Die Organistaion der Jugendarbeit
3. Fairverhalten der Beteiligten
3.1. „FAIR-halten“ der Trainer/Betreuer
3.2. „FAIR-halten“ der Eltern/Begleiter
4 Sportliches Konzept
4.1. Der Sportbetrieb
4.2. Allgemeine Ausrichtung
5. Detaillierte sportliche Ausrichtung
5.1. Wichtiges im Überblick
5.2. Bambini
5.3. F-Jugend
5.4. E-Jugend
5.5. D-Jugend
5.6. C-Jugend
5.7. B-Jugend
5.8. A-Jugend

1. Vorwort

Damit die überdurchschnittlich gute Jugendarbeit im Spannungsfeld zwischen sportlichem Anspruchsdenken und sozialer Integrationsaufgabe auch in Zukunft fortgeführt werden kann, haben wir das nachfolgend dargestellte Konzept „Jugend-Fußball-Konzept“ erarbeitet. Das Konzept stellt einen roten Faden für die Akteure im Bereich des Jugendfußballs dar und bildet den organisatorischen und sportlichen Rahmen für die Vereinsarbeit im Jugendfußball. Akteure in diesem Sinne sind die Kinder und Jugendlichen, die Trainer und Betreuer, die Funktionäre im Bereich Jugendfußball, aber auch die Eltern/Begleiter.
In unserer Gesellschaft kann der Sport in besonderer Weise die Integration ausländischer, aber auch sozial schwach gestellter Kinder/Jugendlicher fördern. Der Sport kann durch seine Kontaktmöglichkeiten, die nicht nur auf Sprache angewiesen sind, Isolation und Fremdheit überwinden und Toleranz wecken. Wir erwarten von den Vorstandsmitgliedern, den Trainer und Betreuern, den Eltern und auch von den Kindern und Jugendlichen selbst ein vorbildliches Verhalten auf und neben dem Sportplatz (Fair Play).
Es ist unser erklärtes Ziel, dass während des Trainings- und Spielbetriebes „Genussmittel“ wie Alkohol und Tabak in der näheren Umgebung des Spielfeldes tabu sind und wir verlangen ein entsprechendes Verhalten von den Beteiligten. Wir Erwachsene haben eine Vorbildfunktion gegenüber Kindern und Jugendlichen. Wir verstehen es als einen ersten Schritt. Wie nachstehend erläutert wird das Konzept einer fortwährenden Überprüfung und Weiterentwicklung, unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen und vereinsinternen Entwicklung, unterworfen sein.

2. Organisation

„Sport ist ein wesentlicher Teil unserer Kultur. Er trägt zur Lebensqualität und Lebensfreude bei.“

2.1. Der Verein

Die Vereine SC Offheim und TuS Dietkirchen gründeten im Jahre 2009 aus der Jugendspielgemeinschaft Dietkirchen/Offheim den Jugendförderverein Dietkirchen/Offheim e.V. mit der Zielsetzung gemeinsam eine sportlich als auch sozialkompetente erfolgreiche Entwicklung für junge Fußballer zu ermöglichen und die Rahmenbedingungen für eine sportlich erfolgreiche Entwicklung der einzelnen Mannschaften zuschaffen, die es ermöglichen, in höhere Fußballliegen aufzusteigen. In den beiden Stammvereinen wird von der G-Jugend bis zur E-Jugend eigenverantwortlich trainiert und gespielt. Ab der D-Jugend werden dann gemeinsame Mannschaften gebildet. Dem Jugendförderverein stehen insgesamt 4 Sportplätze, ein Kunst- und Rasenplatz in Dietkirchen und ein Hart- und Rasenplatz in Offheim zur Verfügung. Zurzeit spielen ca. 160 Kinder/Jugendliche in den verschiedenen Altersstufen des Jugendfördervereins. Sie werden von ca. 20 lizensierten Trainern und Betreuern unter modernen und an den Leitlinien des DFB angelehnten Methoden trainiert und gefördert. Die Trainer/Betreuer werden durch interne/externe Schulungsmaßnahmen fortgebildet.
Der Jugendförderverein bietet somit jedem Kind/Jugendlichen aus den Stammvereinen Offheim und Dietkirchen die Möglichkeit, auf hohem Level mit gleichstarken Spielern trainieren und spielen, sowie sich sportlich weiter entwickeln zu können.
Seit Januar 2013 ist der Jugendförderverein Kooperationspartner des Drittligisten SV Wehen/Wiesbaden.

2.2. Organisation des Jugendfördervereins Dietkirchen/Offheim

Vorstand: Im Vorstand befinden sich die jeweiligen Jugendleiter der Stammvereine TuS Dietkirchen und SC Offheim, die auch den gleichberechtigten Vereinsvorsitz bilden, der Kassierer und der Schriftführer.
Jugendausschuss: Den Jugendausschuss bilden die Jugendleiter der beiden Stammvereine und der Kassierer. Sie sind für die Beantragung des Budgets bei den Stammvereinen verantwortlich.
Öffentlichkeitsarbeit: Die Öffentlichkeitsarbeit wird von dem Schriftführer und dem Jugendkoordinator wahrgenommen. Sie sind für die Veröffentlichung von Spiel -und Turnierberichten verantwortlich, sowie von anderen Veranstaltungen mit Vereinsbeteiligung.
Jugendkoordinator: Der Jugendkoordinator ist für die Organisation des Trainings- und Spielbetriebs, sowie für das Pass- und Spielberechtigungswesen verantwortlich. Er Koordiniert die Zielsetzungen und Rahmenbedingungen für die sportlichen Belange und sorgt für die Umsetzung des sportlichen Konzepts. Der Jugendkoordinator wird vom Vorstand ernannt.

3. „FAIR-halten“ der Beteiligten

Auf die Vorbildfunktion von Trainern, Betreuern und Eltern wurde bereits hingewiesen. Daraus entwickelt sich eine eindeutige Erwartungshaltung des Vereins an diesen Personenkreis, die wir unter dem Begriff „FAIR-halten“ zusammenfassen.

3.1. „FAIR-halten“ der Trainer/Betreuer

Trainer/Betreuer sind Vorbilder! Sie haben die Verpflichtung Kinder und Jugendliche positiv zu beeinflussen. Das kann in einer richtig ausgerichteten Mannschafts-, Trainings- oder Wettkampfsituation oft besser gelingen, als in der Schule und auch besser als im Elternhaus. Für Kinder und Jugendliche steht der Spaß an der ersten Stelle. Daneben ist aber auch ein „richtiges“, altersgerechtes Training erforderlich.
Die Trainer/Betreuer sollten Ansprechpartner bei Problemen und auch „kleinen“ Dingen des Alltages sein. Die Trainer achten darauf, ein altersgerechtes Training durchzuführen. Kinder und Jugend¬training ist kein Abbild des Fußballtrainings für Erwachsene, sondern unterliegt eigenen methodischen Grundsätzen.
Die Trainer und Betreuer sollen im Kinder- und Jugendfußball viele Rollen übernehmen. Sie sollen aufrichten und ermutigen, fordern und motivieren, trösten und heilen, loben und bestätigen können. Dazu gehören auch kritische Worte, z.B. da, wo ein Spieler vergisst, dass Fußballspielen ein Mannschaftsspiel ist. Niemand wird ALLEINE ein Spiel gewinnen, genauso wenig verliert kein Spieler ALLEINE ein Spiel. Die sportlichen und pädagogischen Fähigkeiten eines Trainers/Betreuers werden genauso von einem wenig talentierten wie von einem hoch talentierten Spieler gefordert. Hier gilt es, durch das Setzen korrekter Reize/Anforderungen, das Gleichgewicht zu finden. Für die Trainer und Betreuer bedeutet dies, dass eine Kommunikation stets auf „Augenhöhe“ der jeweiligen Altersgruppe erfolgen muss. Konstruktive Kritik ist immer erlaubt, dies jedoch ohne persönliche Bloßstellung und Androhung von Sanktionen vor versammelter Mannschaft. Kritik muss auch immer positive Aufmunterung folgen. Es darf keine Ausgrenzung von Kindern und Jugendlichen, gleich aus welchem Grund, geben.
Die Trainer arbeiten und verhalten sich nach den Leitlinien des DFB und nach diesem Jugend-Fußball-Konzept. Persönliche Eitelkeiten und Missgunst von Trainern/Betreuern haben auf dem Sportplatz nichts zu suchen. Im Vordergrund stehen die fußballerische Ausbildung der Kinder/Jugendlichen und die Entwicklung von sozialer Kompetenz.
Die Ausbildung der Trainer im Jugendbereich ist für die sportliche und soziale Entwicklung der Kinder und Jugendlichen ein wichtiger Baustein. Die Trainer bekunden ausdrücklich ihre Bereitschaft zur Aus- und Weiterbildung. Der Verein bietet die Möglichkeit, an vereinsinternen Weiterbildungen teilzunehmen. Die Aus- und Weiterbildungen beinhalten Themen, die die qualifizierte Arbeit der Trainer unterstützen. Die Qualität des Trainings, der Betreuung und der Ausbildung der Kinder/Jugendlichen wird hierdurch verbessert.

3.2. „FAIR-halten“ der Eltern

Eltern spielen im Juniorenbereich eine wichtige Rolle. Im unteren Juniorenbereich ist es kaum vorstellbar, dass ein reibungsloser Spielbetrieb ohne Eltern machbar ist. Eltern sind oftmals hilfreiche „Mitarbeiter“. Auf der anderen Seite gibt es fanatische (im negativen Sinn) oder nur ihr Eigeninteresse vertretend eingestellte Mannschaftsbegleiter. Es kann nicht im Interesse eines guten Miteinanders sein, wenn ein solcher „Fan“ die Mannschaft oder den Verein zu beherrschen anstrebt. Die Mitwirkung von Eltern sollte als deutlicher Wunsch seitens der Trainer/Betreuer artikuliert werden. Dabei kann es sich naturgemäß in erster Linie nur um Unterstützungsmaßnahmen in bestimmten Bereichen handeln, die Trainer oder Betreuer alleine nicht abdecken können. Für unsere kleinen Fußballer muss immer deutlich bleiben, dass der Trainer der Verantwortliche ist.
Der Vereinsvorstand unterstützt hierbei ausdrücklich die Position des Trainers. Besonders gilt dies auch für die Einteilung der Mannschaften und die Aufstellung.
An folgenden Stellen ist eine Mitarbeit der Eltern besonders hilfreich und deswegen unbedingt erwünscht:
– Eltern helfen bei der Beförderung der Kinder/Jugendlichen zu den Spielen/Turnieren durch Bildung von Fahrgemeinschaften, die miteinander abgesprochen werden. Ähnliche Absprachen sind auch für denkbare Fahrten zu außersportlichen Aktivitäten möglich.
– Eltern übernehmen die Reinigung der Trikots. Dies kann auf verschiedene Art und Weise funktionieren.
– Eltern können den Trainer als Helfer im Training unterstützen. Sie übernehmen auf Anweisung des Trainers/Betreuers bestimmte Funktionen. Dadurch ergeben sich im Training bessere Differenzierungsmöglichkeiten.
– Bei der Vorbereitung außersportlicher Aktivitäten, die für die Juniorenmannschaften geplant werden, sollten Eltern sich hilfreich einschalten und die Planung unterstützen.
– Bei Austragung von Heimspielen und Fußballturnieren übernehmen Eltern organisatorische Aufgaben wie den Verkauf und manches mehr.
Eltern am Spielfeldrand bei einem Spiel/Turnier legen nicht immer das Verhalten an den Tag, das sich der Trainer und die Spieler wünschen. Das Anfeuern der Mannschaft und das lautstarke Bejubeln gelungener Aktionen und Tore sind stets erwünscht. Die lautstarke Kritik am eigenen Kind/Jugendlichen, am Mitspieler, am Gegenspieler, am Schiedsrichter oder am Trainer während des Spiels muss unterbleiben. Sie schadet meist mehr, als sie hilft. Eltern, gleich welcher Altersstufe, gehören, so schwer das auch manchmal fällt, hinter die Platzabsperrung (Bande).
Das gute Miteinander von Eltern, Trainern und Betreuern sowie dem Vereinsvorstand bringt ausschließlich Vorteile für die Kinder und Jugendlichen unseres Vereins. Hierzu ist es notwendig, offen miteinander zu kommunizieren. Wir tun dies in Form dieses Konzeptes.

4. Sportliches Konzept

4.1. Der Spielbetrieb

Wer im Fußballverein ist, will nicht auf der Bank sitzen. Speziell im Jugendbereich gilt daher der Grundsatz, dass möglichst alle Spieler zum Einsatz kommen sollen. Sofern dies aufgrund der Kadergröße und der Spielbetriebs-Regularien nicht immer möglich ist, sollte der Trainer ein nachvollziehbares und gerechtes Rotationssystem einführen. Dabei kommen zur Vermittlung spielpraktischer Erfahrungen auch Einsätze in anderen JFV-Teams und neben dem regulären Punktspielbetrieb auch Turnierveranstaltungen bzw. Freundschaftsspiele in Betracht.
Kinder sollen nicht zu früh auf bestimmte Spielpositionen festgelegt werden. Das Ausprobieren mehrerer Rollen fördert das fußballerische Verständnis des Spielers und ermöglicht die Identifikation seiner spezifischen Stärken und Schwächen. Speziell im unteren Altersbereich (Bambini bis E-Jugend) hat dies i.d.R. Vorrang vor mannschaftstaktischen Überlegungen (wobei sich zum Ausprobieren z.B. Freundschaftsspiele, Turniere etc. anbieten).

4.2. Allgemeine Ausrichtung

– Der Jugendförderverein ist ein Verein, der Kindern/Jugendlichen aller Leistungsklassen eine Möglichkeit zur Ausübung des Fußballsports bietet
– Wir sind bestrebt, Kindern/Jugendlichen eine gute sportliche Ausbildung und Betreuung mit den uns gegebenen Mitteln anzubieten.
– Wir wollen den Kinder/Jugendlichen langfristig eine Perspektive für den Fußballsport bieten.
– Wir bieten unseren Trainern die Möglichkeit, ständig an ihren Qualitäten zu arbeiten. Eine Kostenbeteiligung hierzu wird durch den Verein gewährleistet.
– Wir wollen die individuelle Ausbildung forcieren.
– Der Mannschaftskader obliegt dem Trainerteam einer Altersgruppe und kann im gegebenen Rahmen flexibel sein.
– zweimal in der Saison treffen sich alle Trainer mit dem Vereinsvorstand und dem Jugendkoordinator zu einem Workshop. Hier sollen Erfahrungen, Trainingsinhalte und Ziele diskutiert werden. Verbesserungsvorschläge und sonstige Änderungen die die Trainer bei der Weiterentwicklung der festgelegten Standards unterstützen, werden abschließend in das sportliche Konzept einfließen.
– Ziel aller Trainer/Betreuer ist Spaß und Freude am Fußball zu fördern sowie altersgerechte Trainingsmethoden anzuwenden. Bei der detaillierten sportlichen Ausrichtung wurden die Empfehlungen des DFB berücksichtigt.
– Die detaillierte sportlichen Ausrichtung ist zugleich der „rote Faden“ für die Trainingsarbeit in den jeweiligen Altersgruppen.
Übergeordnete ZIELE:
a.) eine konzeptionell ausgerichtete sportliche Leistungsentwicklung im Juniorenbereich zu erreichen.
b.) die individuelle Förderung (Schule/Ausbildung hat Vorrang!)
c.) die „Versorgung“ der Seniorenmannschaften der Stammvereine SC Offheim und dem TuS Dietkirchen mit Nachwuchsspielern.

Die mit diesem Konzept eingeleiteten Veränderungsprozesse benötigen Zeit und müssen immer wieder überprüft werden.

5. Detaillierte sportliche Ausrichtung

5.1. Wichtiges im Überblick

Von Bambini bis zur E-Jugend (Grundlagentraining) wollen Kinder Freude an der Bewegung, am Miteinander und natürlich am Fußballspielen haben – zu diesem Zweck wollen wir attraktive und vielseitige Spiele und Aufgaben anbieten! Fußballspielen im Verein soll sich ausschließlich an Bedürfnissen und am Können der Kinder orientieren! Kinder vielseitig motorisch fördern! Kindern die Faszination des Fußballspielens altersgemäß vermitteln – dazu im Training viele „Straßenfußballspiele” (= Spiele mit kleinen Teams auf Tore) anbieten. Spielerlebnisse vor Spielergebnissen! Aktuelle Spielresultate sind zweitrangig! Tabellen sind zweitrangig! Kinder benötigen viele Erfolgserlebnisse. Die Trainer „begleiten“ die Kinder auf dem Weg zu Persönlichkeiten.

Ein wichtiger Schritt ist die Zusammenführung der Kinder in den JFV Dietkirchen/Offheim nach den E-Junioren. Diese Zusammenführung wird sorgfältig und in enger Abstimmung mit den beteiligten Trainern und dem Jugendkoordinator vorbereitet. Mit den D-Junioren beginnt das systematische Training und das Leistungsprinzip rückt in den Vordergrund. Unser Ziel ist mit allen Teams (D-Junioren bis A-Junioren) in der Gruppenliga Wiesbaden zu spielen.
Bei der detaillierten sportlichen Ausrichtung haben wir uns an den Empfehlungen des DFB orientiert. Nachfolgend haben wir Trainingsziele sowie Leitlinien für die Trainer der jeweiligen Altersgruppen erstellt. Konkrete Trainingsinhalte findet man im Internet unter http://www.training-wissen.dfb.de/.
Zeitschriften wie „Fussballtraining“ oder „Fussballtraining Junior“ unterstützen bei der Umsetzung der jeweiligen Ziele.

5.2. Bambini

Die ersten Eindrücke entscheiden meistens darüber ob ein Kind mit Begeisterung Fußball spielt und langfristig dabei bleibt. Unser Rezept ist „kindgerechtes Training“ verpackt mit viel Freude. Speziell im untersten Jugendbereich (G- und F-Junioren; U6 bis U9) haben spielerische Elemente sowie die Vermittlung und Verbesserung allgemeiner bewegungstechnischer Abläufe – auch losgelöst vom eigentlichen Fußballspiel – Vorrang. Körperbeherrschung, das Erlernen technischer und spielerischer Grundlagen (Ballstoppen, Dribbeln, Passen und Schießen) sowie generell die Vermittlung von Bewegungsfreude steht hier im Vordergrund.

Ziele mit Kleinkindern und Bambini:

  • Freude am Sport generell und am (Fußball-)Spielen
  • Ganzheitliche Förderung der Kinder durch vielseitige Bewegungsaufgaben (z.B. Hüpfen, Werfen, Springen, Klettern, Balancieren, Fangspiele)
  • Spielerisches Kennenlernen des fliegenden, rollenden, hüpfenden… Balles
  • Ideenvielfalt und Spielfreude durch Variationen kleiner Spiele mit Ball
  • Kennenlernen einfacher Grundregeln des „Mit- und Gegeneinanderspielens”

Leitlinien für Trainer:

  • Kleine Gruppen, viele Bewegungsaktivitäten für jeden!
  • Spielformen 4 : 4 oder 5 : 5 auf kleine Tore ( 2- 3m Breit)
  • Begeisterung für das Bewegen und Spielen wecken!
  • Einfache Bewegungsaufgaben interessant „verpacken”!
  • Vielseitige Aufgaben mit verschiedenen Bällen stellen!
  • Einfache Regeln vermitteln!
  • Ein Herz und offenes Ohr für Kinder haben!

5.3. F-Jugend

Mit dem Schulbeginn erhöht sich die Lust regelmäßig im Verein zu trainieren und zu spielen. Wir orientieren uns hier insbesondere am Straßenfußball früherer Tage. Auch jetzt haben spielerische Elemente sowie die Vermittlung und Verbesserung allgemeiner bewegungstechnischer Abläufe – auch losgelöst vom eigentlichen Fußballspiel – Vorrang. Körperbeherrschung, das Erlernen technischer und spielerischer Grundlagen (Ballstoppen, Dribbeln, Passen und Schießen) sowie generell die Vermittlung von Bewegungsfreude steht noch immer im Vordergrund.

Ziele mit F-Junioren:

  • Freude am Fußballspielen
  • Fußballspielen lernen durch kleine Fußballspiele – Straßenfußball im Verein!
  • Spielerisches Kennenlernen der Grundtechniken (Dribbeln, Passen, Ballkontrolle)
  • Vermitteln einfacher taktischer Tipps, die beim „Tore schießen – Tore verhindern” helfen!
  • Motivation zur Bewegung durch vielseitige sportliche Aktivitäten

Leitlinien für Trainer:

  • Kleine Gruppen, kleine Felder, viele Aktivitäten!
  • Training ist Spielen mit vielen Ballkontakten für jeden!
  • Beidfüßigkeit, Kreativität und Spielfreude fördern!
  • Durch „Vormachen – Nachmachen” das Lernen fördern!
  • Geduld zeigen! Kein Zeit- und Leistungsdruck!
  • In jeder Situation Vorbild für die Kinder sein!

5.4. E-Jugend

Neben dem freien Fußballspielen (kleine Gruppen) steht jetzt das spielerische Kennenlernen aller wichtigen Basistechniken (beidfüßiges Pass-Spiel, Ball-An/-Mitnahme, Schusstechnik, Kopfballspiel mit Softbällen) im Vordergrund. Dazu kommt die Schulung der koordinativen Fähigkeiten. Das fußballerische Verständnis muss entwickelt werden.

Ziele mit E-Junioren:

  • Fußballspielen lernen (Straßenfußball) in kleinen Teams und Feldern
  • Geschicklichkeit und Schnelligkeit am und mit Ball
  • Spielerisches Kennenlernen auch schwierigerer Techniken – Beidfüßigkeit
  • Taktische Grundregeln für eine Raumorientierung und -aufteilung
  • Fordern und Fördern von Individualität
  • Siegen und Verlieren lernen

Leitlinien für Trainer:

  • individuelle Stärken fördern!
  • Technik-Training ist vor allem Spieltraining!
  • Viele Ballkontakte und Spielaktionen für alle anstreben!
  • Auf genaue Abläufe achten, wenn nötig korrigieren!
  • Ein taktisches „Grund-ABC” vermitteln!
  • Fairness, Zuverlässigkeit, Höflichkeit… vorleben!

Inhaltsbausteine für das Training mit E-Junioren:
Mit der E-Jugend endet das sogenannte „Grundlagentraining“.
Wichtig : Auf ein isoliertes Konditionstraining wird verzichtet. Hier gilt der Grundsatz: Spielformen, die zum Einüben technischer Fertigkeiten verwendet werden, schulen gleichzeitig konditionelle Fertigkeiten.

5.5. D-Jugend

Das „goldene Lernalter“ beschreibt treffend diese Entwicklungsstufe. Die Kinder bringen jetzt eine hohe Lern- und Leistungsbereitschaft mit. Jetzt muss ein systematisches Fußballtraining beginnen.

Ziele mit D-Junioren:

  • Spielfreude und -kreativität
  • Systematisches Training der Basistechniken – Anwenden in verschiedenen Situationen
  • Schulung individualtaktischer Abläufe in Offensive und Defensive (z.B. 1:1; Überzahl/Unterzahl)
  • Erlernen gruppentaktischer Grundlagen für das Spielen im Raum
  • Fördern von Eigeninitiative, Leistungsmotivation, Willenseigenschaften

Leitlinien für Trainer:

  • Alle Basistechniken schrittweise und im Detail verbessern!
  • Im Wechsel Üben und Spielen!
  • Konsequent auf Beidfüßigkeit achten!
  • „Kondition” vor allem durch Spielformen mitschulen!
  • Fußballspezifisches Techniktraining (Dribbeln mit Richtungswechsel, Passspiel, Spannstoß, Ballannahme/mitnahme, Finten, Täuschungen, Kopfball)
  • Methodischer Aufbau (vom leichten zum schweren; vom freien Üben bis zum Gegnerdruck)
  • Spielformen zur Verbesserung der Handlungsschnelligkeit!
  • Beachte die entwicklungsbedingten Unterschiede!

5.6. C-Jugend

Kinder werden Jugendliche. Rasches Längenwachstum und disharmonische Bewegungen sowie Stimmungs- und Leistungsschwankungen sind die wichtigen Begleiter in dieser Altersstufe. Neben dem Spaß am Fußballspielen, soll die Verbesserung aller Fußballtaktischen und technischen Kenntnisse sowie Schulung der Wettkampf-Technik d.h. Technik und Taktik spielnah weiterentwickelt werden.

Ziele mit C-Junioren:

  • Stabilisieren der Freude am Fußballspielen
  • Schulung individualtaktischer Abläufe in Offensive und Defensive (z.B. 1:1; Überzahl/Unterzahl;)
  • Erlernen gruppentaktischer Mittel für das „große Spiel“
  • Regelmäßiges Beweglichkeits- und Kräftigungsprogramm (z.B. Stabilitätstraining)
  • „Dynamische Techniken” – mit Tempo und unter Druck des Gegners; dazu gehört auch das trainieren der Handlungsschnelligkeit
  • Ausgleich koordinativer Defizite und Aufbau einer breiten fußballspezifischen Fitness
  • Fördern persönlicher Verantwortung für sich und die Gruppe auf und neben dem Platz

Leitlinien für Trainer:

  • Individuelle Entwicklungsunterschiede beachten!
  • Individuell fördern: Stärken stärken, Schwächen schwächen!
  • Eigeninitiative und -motivation aufbauen und stabilisieren!
  • Kreativität ist wichtiger als starre taktische Abläufe!
  • Weiterentwicklung der Teamfähigkeit!

5.7. B- Jugend

Hier befinden sich die Jugendlichen im sogenannten zweiten „goldenen Lernalter“. In dieser Altersklassen gilt es, alle bisher erlernten technisch-taktischen Grundlagen zu stabilisieren, auf spezielle Positionsanforderungen abzustimmen und größeren Wettspielanforderungen anzupassen.

Ziele mit B-Junioren:

  • Ernsthaftigkeit, Leistungswillen und Freude am Fußballspielen
  • „Dynamische Techniken” – exakte Abläufe mit Tempo sowie unter Zeit-/Gegnerdruck
  • Individuelle Vorbereitung auf spezielle Anforderungen verschiedener Positionen
  • Perfektionierung taktischer Abläufe in der Gruppe und Stabilisierung im Team
  • Individuelle Stabilisierung einer umfassenden Fitness

Leitlinien für Trainer:

  • Intensive Trainingsabläufe und aktive Pausen abstimmen!
  • In Theorie + Praxis technisch-taktische Details trainieren!
  • Komplexer trainieren, aber die Individualität beachten!
  • Die Spieler aktiv einbinden! Mitbestimmung ermöglichen!
  • Eine strukturierte Hierarchie im Team aufbauen!
  • Sportliche + schulisch-berufliche Belastungen koordinieren!

5.8. A- Jugend

In der höchsten Junioren-Altersklasse gilt es, alle bisher erlernten technisch-taktischen Grundlagen zu stabilisieren, auf spezielle Positionsanforderungen abzustimmen und größeren Wettspielanforderungen anzupassen. Es muss ein möglichst reibungsloser Übergang in den Seniorenfußball vorbereitet werden. Diesen Prozess sollten die Jugendlichen als wachsende Persönlichkeiten aktiv mitgestalten.

Ziele mit A-Junioren:

  • Ernsthaftigkeit, Leistungswillen und Freude am Fußballspielen
  • „Dynamische Techniken” – exakte Abläufe mit Tempo sowie unter Zeit-/Gegnerdruck
  • Individuelle Vorbereitung auf spezielle Anforderungen verschiedener Positionen
  • Perfektionierung taktischer Abläufe in der Gruppe und Stabilisierung im Team
  • Individuelle Stabilisierung einer umfassenden Fitness

Leitlinien für Trainer:

  • Intensive Trainingsabläufe und aktive Pausen abstimmen!
  • In Theorie + Praxis technisch-taktische Details trainieren!
  • Komplexer trainieren, aber die Individualität beachten!
  • Die Spieler aktiv einbinden! Mitbestimmung ermöglichen!
  • Eine strukturierte Hierarchie im Team aufbauen!
  • Sportliche + schulisch-berufliche Belastungen koordinieren!

Inhaltsbausteine für das Training mit A-Junioren:

Wichtig : auf ein isoliertes Konditionstraining kann auch im Aufbautraining (D-Junioren bis A-Junioren) verzichtet werden. Unsere Empfehlung: Spielformen, die zum Einüben technischer und taktischer Fertigkeiten verwendet werden, schulen gleichzeitig konditionelle Fertigkeiten.